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Videosprechstunde: Behandlung beim Arzt via Video auf dem Vormarsch

Seit es die ersten Möglichkeiten gibt, sich via Video mit seinem Arzt zu beraten, scheint es – besonders im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie – immer mehr Zuspruch dafür zu geben.

Ältere Menschen bereit

Vor allem immer mehr ältere Menschen sehen eine Chance darin, die Videosprechstunden zu nutzen. Knapp ein Drittel von ihnen haben sich Ende Mai bei einer Umfrage entsprechend positiv gezeigt. Die Techniker Krankenkasse hatte die Umfrage gestartet.

Vor Ausbruch von Corona waren es lediglich 13% gewesen. Eine ähnliche Entwicklung gibt es auch bei der Gesamtbevölkerung. Denn hier ist es inzwischen rund die Hälfte der Erwachsenen, die sich dafür ausspricht, gegenüber 35% im Dezember.

Offenbar Zusammenhang mit Home Office

Wie sich zeigte, sind besonders die Menschen für dieses Angebot offen, die sich in den letzten Monaten mit einem Arbeitsplatz zu Hause begnügen mussten. Denn unter denen, die Home Office in der vergangenen Zeit nutzen, ist die Zahl der Befürworter auf rund drei Viertel gestiegen.

Berliner Ärzte rüsten sich für das Angebot

Allerdings müssen auch die technischen Voraussetzungen gegeben sein. So haben seit Beginn der Coronakrise rund 2.300 Berliner Arztpraxen entsprechend aufgerüstet. Fast 4.300 niedergelassene Ärzte sind somit auf diese Art und Weise zu erreichen. Allerdings bremst die Kassenärztliche Vereinigung Berlin: es sei nicht klar, ob es sich auch nach Corona um einen nachhaltigen Trend handelt.

Beispiel sei die Poliklinik am Helios Klinikum Buch. Hier sind es 70 Fachärzte, die die Videosprechstunde anbieten – und man verzeichnet einen regen Betrieb. Denn aus Angst vor Ansteckung mit dem Corona-Virus sind viele Patienten froh, nicht in der Praxis vorstellig werden zu müssen. Auch die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln wird natürlich gern vermieden.

Technische Voraussetzungen müssen geschaffen werden

Derzeit sind es viele Ärzte, die daran arbeiten, die technischen Möglichkeiten für eine solche Videosprechstunde zu schaffen. Erst dann können sie diese verlässlich anbieten. Die Kosten müssen die Arztpraxen natürlich selbst tragen.



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