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AWMF sollte stärker in politische Entscheidungen eingebunden werden

Die sogenannte Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaft (AWMF) fordert Änderungen in der medizinischen Grundausbildung. Die Forderung lautet: „…den medizinischen Nachwuchs in Ausbildung, Weiterbildung und Karriere besser zu unterstützen“. Zum Beispiel geht es darum, dass Ärzte und Zahnärzte ein gemeinsames Grundstudium absolvieren sollen.

Eine gemeinsam vermittelte Basis für beide Berufszweige wird schon lange von entsprechenden Experten favorisiert. Doch bislang war hierzu nichts unternommen worden. Eine neue Approbationsordnung für Zahnärzte sieht eine Verallgemeinerung der vorklinischen Ausbildung bereits vor. Ansätze dafür gäbe es in dem „Masterplan zum Medizinstudium 2020“, so die Experten, doch das genannte Ziel werde darin nicht definiert.

Medizinischen Nachwuchs stärken

Ziel aller derartigen Bemühungen sei es, den medizinischen Nachwuchs zu stärken, so ist man sich in den verschiedenen Gremien einig. Ein Beispiel dafür sei es, dass eine Befristung von Arbeitsverträgen dringend überdacht werden müsse, da sich der medizinische Nachwuchs nicht selten von einer befristeten Stelle zur nächsten quält.

Politik muss auf Experten setzen

Egal worum es in den Forderungen geht: vordergründig wird verlangt, dass die politischen Entscheidungen enger mit den medizinischen Experten verknüpft würden. In Vorhaben zu Gesetzesänderungen solle man sich rechtzeitig mit den Medizinern absprechen, was sinnvoll und wichtig ist. Als gegenteiliges Beispiel wurde genannte, dass bei Präventions- und Personaluntergrenzen-Gesetzen lediglich eine Stellungnahmefrist von einer Woche eingeräumt worden war – in dieser Zeit ist es dem AWMF nicht möglich, angemessen zu reagieren und zudem noch verbesserte Änderungen vorzuschlagen, die Hand und Fuß haben.


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