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Deutscher Ärztinnenbund fordert bessere Arbeitsbedingungen für weibliche Mediziner

Viele Stellenangebote für Mediziner empfehlen eine gewisse Stressresistenz – nicht ohne Grund. Den die Behandlung von Patienten fordert, gerade in Krankenhäusern, häufig großen physischen sowie psychischen Einsatz. Besonders junge Ärztinnen scheinen jedoch unter den Arbeitsbedingungen zu leiden. Genaue Zahlen hierzu liefert eine repräsentative Umfrage des Marburger Bund für das Bundesland Bayern. Wie der Deutsche Ärztinnenbund in einer Pressemitteilung erklärt, fühlen sich demnach viele Klinikärztinnen gestresst. 47 Prozent sogar so sehr, dass sie darüber nachdenken, ihre Arbeit aufzugeben. Weiterhin gaben 70 Prozent der Befragten an, dass sie die vorgegebenen Arbeitszeiten in den Kliniken als gesundheitsgefährdend einstufen.

Das Gesundheitswesen steht vor einer Herausforderung, denn der Ärztenachwuchs besteht hauptsächlich aus Frauen. Dementsprechend sind auch bei der Ärztevermittlung an Kliniken und Praxen überwiegend weibliche Fachkräfte vertreten. Um die Patientenversorgung also auch zukünftig durch zufriedene Klinikangestellte gewährleisten zu können, muss sich mittelfristig etwas an den Arbeitsbedingungen verändern. Laut der Studie wünschen sich 91 Prozent der befragten Medizinerinnen eine Wochenarbeitszeit von maximal 49 Stunden. Zudem fühlen sich die Mütter unter den Ärztinnen einem höheren Druck ausgesetzt als jene ohne Kinder. Auch das hohe Maß der Verantwortung sowie der Verwaltungsaufwand, den bereits junge Ärztinnen tragen, werden als Belastung betrachtet. In Zukunft könnten sich deshalb die Stellenangebote für Mediziner hinsichtlich der Anforderungen verändern, will man dem Fachkräftemangel entgegenwirken.


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