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Ärztevermittlung: OECD empfiehlt Deutschland mehr ausländische Mediziner

Der Fachkräftemangel im deutschen Gesundheitswesen ist spürbar: Ärzte in Kliniken arbeiten nicht selten in Doppelschichten, Haus- und Facharztpraxen finden vor allen in ländlichen Gebieten keine Nachfolger und Pflegekräfte werden in medizinischen Einrichtungen aller Art händeringend gesucht. Jobs für Mediziner sind in allen Regionen verfügbar. Einer Studie der internationalen Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zufolge, sind 42 Prozent der Ärzte in Deutschland 55 Jahre oder älter. Gleichzeitig hat sich die Anzahl der Medizinstudenten in den letzten Jahren kaum verändert. Anders verhält sich dies etwa in Großbritannien: Von 2000 bis 2013 hat sich hier die Zahl der Medizinabsolventen fast verdoppelt.

Nun hat die OECD eine Empfehlung ausgesprochen: Deutschland braucht mehr Mediziner aus dem Ausland. Zahlen belegen dies: Aktuell sind rund 32.000 ausländische Ärzte bundesweit tätig. Das macht einen Ärzteanteil ausländischer Fachkräfte von 8,8 Prozent aus. In Israel stammen hingegen 58,5 Prozent der Mediziner aus dem Ausland. Auch in Sachsen ist die Ärztevermittlung ein ständig aktuelles Thema. Im Jahr 2014 waren nach Angaben der Sächsischen Landesärztekammer 2.167 ausländische Ärzte im Bundesland tätig. Der Großteil stammt mit 313 Personen (14 Prozent) aus der Tschechischen Republik, gefolgt von der Slowakei mit 255 Ärzten (12 Prozent) und Polen mit 219 Ärzten (10 Prozent). In den vergangenen Jahren ist der Anteil ausländischer Fachärzte kontinuierlich gestiegen und auch in den kommenden Jahren werden viele freie Jobs für Mediziner in Sachsen bereitstehen.


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