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Personal in kommunalen Kliniken: Tarifverhandlungen 2016 sind gestartet

Alle Jahre wieder begibt sich der Marburger Bund in den Ring mit den kommunalen Kliniken, um die Gehälter von Ärztinnen und Ärzten im öffentlichen Dienst neu zu verhandeln. Wie das Nachrichtenportal Haufe.de berichtet, ist die Tarifrunde seit Ende September erneut eröffnet. Der Marburger Bund platzierte bereits eine klare Forderung an die kommunalen Krankenhäuser: eine Gehaltssteigerung von 5,9 Prozent. Wenig überraschend kontern die Kliniken diesen Anspruch als nicht umsetzbar. Immerhin 320 Millionen Euro Mehrkosten würde die Forderung für die Arbeitgeber bedeuten, wie eine Berechnung der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) ergab. Der Marburger Bund vertritt deutschlandweit etwa 52.500 Mediziner und Medizinerinnen an kommunalen Kliniken.

Wichtiges Argument des Interessenverbands bei den Gehaltsverhandlungen ist unter anderem die hohe Arbeitsbelastung der Mediziner in den deutschen Krankenhäusern. Oft fehlt es an Ärzten im Personal, was fast immer zu Mehrarbeit unter den Medizinerinnen und Medizinern führt. In einer Pressemitteilung spricht der Marburger Bund von einer durchschnittlichen Wochenarbeitszeit der Ärzte von annähernd 60 Stunden. Doch selbst auf ausgeschriebene Stellen für Mediziner erfolgt nicht unbedingt einen Bewerberansturm. In Deutschland fehlt es vielerorts an qualifizierten Bewerbern. Ob und wie sich die beiden Verhandlungsparteien letztlich einigen können, werden die kommenden Wochen zeigen.


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