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COVID-19-Auffrischimpfung 2025/26: Zielgruppen, Timing und Praxisfragen für den Impfherbst

Artikel vom 31.12.2025

Das Bild zeigt eine Ärztin in einem hellen Behandlungsraum, die sich strukturiert auf eine anstehende Impfmaßnahme vorbereitet. Auf dem Tisch liegt geordnetes Impfmaterial, während die Ärztin Handschuhe anzieht und die nächsten Schritte plant. Die Szene vermittelt den routinierten Ablauf im Impfherbst und lässt durch das bereitgestellte Material klar erkennen, dass es um eine COVID-19-Auffrischimpfung im Praxisalltag geht.

Corona, auch als SARS-CoV-2 bekannt, ist geblieben, doch die Wahrnehmung gegenüber dieser Krankheit hat sich verändert. Der Schutz durch Impfungen und Infektionen nimmt mit der Zeit ab, vorrangig bei älteren Menschen oder bei relevanten Vorerkrankungen, und die Krankheitswellen verlagern sich aktuell in die kalte Jahreszeit.

Aus dieser Kombination ergibt sich die Logik hinter einer jährlichen Impfauffrischung im Herbst: Der Schutz soll genau dann wieder ansteigen, wenn das Risiko für schwere Verläufe typischerweise zunimmt.

Wer nach STIKO-Empfehlung jährlich auffrischen soll

Die STIKO sieht die jährliche Auffrischimpfung im Herbst primär dort, wo COVID-19 häufiger kompliziert verlaufen kann. Dazu zählen alle Personen ab 60 Jahren, Menschen mit Grund- oder Vorerkrankungen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen. Hinzu kommt Personal in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen mit engem Kontakt zu betreuten Personen.

In der Praxis lohnt sich ein Blick über Diagnoselisten hinaus, denn das Risiko ergibt sich oft aus dem Gesamtbild: mehrere moderate Erkrankungen können gemeinsam relevanter sein als ein einzelner Befund.

Wann eine Auffrischung nicht erforderlich sein kann

Bei einem gesunden Immunsystem kann auf die Herbstauffrischung verzichtet werden, wenn im laufenden Jahr bereits eine SARS-CoV-2-Infektion vorgelegen hat und der Körper bereits selbstständig Abwehrstoffe bilden konnte.

Diese Kenntnis ist für die Beratung hilfreich, weil sie unnötige Termine und Doppelstrategien vermeidet. Für Immungeschwächte gilt diese Vereinfachung allerdings oft nicht, denn dort können zusätzliche Dosen oder engere Abstände einer Impfung sinnvoll sein - abhängig von Grunderkrankung, Therapie und Verlauf.

Impfabstände, die im Alltag wirklich zählen

Für die Planung sind zwei Zeitpunkte entscheidend: nach einer Infektion und vor einer erwarteten Welle. Nach einer Infektion sollte eine Impfung in der Regel nicht sofort folgen, sondern mit Abstand erfolgen.

Umgekehrt kann eine Auffrischung vor einer Reise, einer Operation oder vor belastenden Therapien zeitlich so gelegt werden, dass der Schutz im kritischen Zeitraum steigt. Gerade bei multimorbiden Patienten verhindert eine saubere Zeitachse Missverständnisse im Impfpass und in der Dokumentation.

Impfstoffwahl 2025/26: Variantenanpassung und Optionen

Für die Saison 2025/26 sind COVID-19-Impfstoffe mit Variantenanpassung vorgesehen. Neben mRNA-Impfstoffen stehen auch proteinbasierte Präparate zur Verfügung, was die Beratung bei Unverträglichkeiten oder Vorbehalten erleichtern kann.

Das Ziel bleibt dennoch geich: ein möglichst guter Schutz vor schweren Verläufen und nicht die vollständige Vermeidung jeder Infektion.

Kombinationsimpfungen im Herbst - pragmatische Planung

Im Herbst/Winter 2025 fallen oft mehrere Impfempfehlungen in denselben Zeitraum. Wenn eine COVID-19-Auffrischung sinnvoll ist, kann sie in vielen Fällen zusammen mit der Grippeimpfung gegeben werden. Für die Praxis bedeutet das weniger Termine und meist eine bessere Umsetzbarkeit.